Verband Katholischer Pfadi

Der Verband Katholischer Pfadi (VKP) ist ein Verband innerhalb der Pfadibewegung Schweiz mit Sitz in Luzern. Dem Verband gehören etwa 100 Deutschschweizer Pfadiabteilungen mit etwa 12000 Mitgliedern an. Oft sind diese Pfadiabteilungen in die Gemeinschaft einer Pfarrei integriert. Innerhalb der Pfadibewegung steht das K im Namen heute in erster Linie für konfessionell im Sinne von christlich und in erster Linie pfadigemäss.

Schwerpunkt

Als Verband innerhalb der Pfadibewegung Schweiz, setzt sich der VKP Schwerpunktmässig für die Beziehung zum Spirituellen als eines der fünf Beziehungen der Pfadi ein. Das geschieht hauptsächlich durch die Herausgabe von Hilfsmitteln in seinem eigenen Verlag, die Leiterinnen, Leiter und Präses praktische Ideen und Anregungen geben für sich selbst und wie sie zusammen mit den Pfadi den Fragen nach dem Sinn und Ziel des Lebens, der Religion und des Glaubens nachspüren können. Selbstverständlich pfadigerecht in konkreten Aktivitäten.[1]

Geschichte

Auf Initative der Pfadi-Abteilung Windrösli trafen sich am 13. März 1932 Vertreter der damaligen katholischen Pfadfinderabteilungen von Zürich, Basel, Bern, St. Gallen, Lostorf und Rapperswil und gründeten den Verband katholischer Pfadfinder mit 538 Mitgliedern. Während in den meisten umliegenden Ländern katholische, evangelische und neutrale Verbände nebeneinander existieren, war es in der Schweiz möglich, einen «Unterverband» innerhalb des Pfadfinderbundes zu gründen und eine Spaltung der Pfadfinderbewegung zu vermeiden.[2]

Der VKP erlebte seine Blütezeit in den 1950er- und 1960er-Jahren. Seine Verbandstage, Exerzitien und die Aktion Feuerlilie waren gut besuchte Anlässe bis zum gesellschaftlichen Umbruch 1968.[3]

Nach der Krise und der Einführung eines neuen Ausbildungssystems, entwickelt er sich rasch von einem selbständigen Unterverband zur "Hilfsmittel- und Ideentankstelle"[2] des Pfadfinderbundes. Heute ist der VKP die informelle Fachstelle Animation Spirituelle der Pfadi Schweiz. Dies wurde ermöglicht durch die Professionalisierung der Arbeit, welche 1982 mit einem angestellten Verbandsleiter begann. Im Nachzug der Fusion des Bund Schweizerischer Pfadfinderinnen mit dem Schweizerischen Pfadfinderbund 1987, schloss sich die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Pfadfinderinnen (AKP) dem VKP, der somit zum koeduzierten Verband Katholischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder wurde.[3]

Publikationen

  • Zeitschrift Kompass
  • Animation Spirituelle
* Lagerhefte Konturen
* Lagerhefte Akzente
* Kometen
  • Hefte zu Feiertagen

Literatur

  • Schenker, Dominik: Organisierte Freiheit : Jugendarbeit der katholischen Kirche in der Deutschschweiz. Zürich, 2017: Edition NZN im Theologischen Verlag.
  • Steiner, Rolf: VKP - Verband Katholischer Pfadi : Vom Dachverband im Vereinskatholizismus zur Ideen-Tankstelle. 2007. (= Festschrift 75 Jahre VKP)

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. www.vkp.ch
  2. 2,0 2,1 Steiner, Rolf: VKP - Verband Katholischer Pfadi : Vom Dachverband im Vereinskatholizismus zur Ideen-Tankstelle. 2007.
  3. 3,0 3,1 Schenker, Dominik: Organisierte Freiheit : Jugendarbeit der katholischen Kirche in der Deutschschweiz. Zürich, 2017: Theologischer Verlag. ISBN 978-3-290-20116-1