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Sarasani: Unterschied zwischen den Versionen

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* Je nach grösse 12, 27, 48 oder 75 [[Blachen]]
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* Entweder ein Mast mit der richtigen Länge oder ein [[Seil]], das sich auf der nötigen Höhe spannen lässt.
* Seil mit Seilrolle um die Blachen hochzuziehen
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* ev. Stangen um die Eingänge zu erhöhen
 
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* grosse Angriffsfläche für Wind --> bei Stürmen können Blachen reissen
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* viele Blachen benötigt
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==Eignung==
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Ein '''Sarasani''' ist ein grosses [[Zelt]] aus [[Blache]]n. Es eignet sich besonders als Aufenthalts- oder Esszelt
*Aufenthaltszelt
 
*Esszelt
 
  
 
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==Aufbau==
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Aus drei Blachenquadraten wird eine Pyramide geknöpft, die an einem Mast oder einem Seil aufgehängt wird. Die Ecken werden nach aussen gespannt und verankert. Dann wird der Rest falls nötig mit unterstützt und abgespannt.
 
Aus drei Blachenquadraten wird eine Pyramide geknöpft, die an einem Mast oder einem Seil aufgehängt wird. Die Ecken werden nach aussen gespannt und verankert. Dann wird der Rest falls nötig mit unterstützt und abgespannt.
  
 
Die Blachen müssen richtig geknöpft werden, also wie Dachziegel übereinander von der Hauptregenrichtung weg.
 
Die Blachen müssen richtig geknöpft werden, also wie Dachziegel übereinander von der Hauptregenrichtung weg.
  
Ein grosser Sarasani ist sehr schwer. An Ecken empfiehlt es sich, die Seile nicht an den Ösen, sondern mit [[Parallelbund]] zu befestigen um ein Ausreissen der Ösen zu vermeiden. Bewährt haben sich zur Entlastung der Knöpfe und Ecken auch drei Seile, jeweils von der Spitze unter der Diagonale der drei Blachenquadrate zu den Ecken des Sarasani nach aussen gespannt.
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Ein grosser Sarasani ist sehr schwer (trocken bei 75 Blachen bereits 100 kg, bei Regen und Wind deutlich mehr). An Ecken empfiehlt es sich, die Seile nicht an den Ösen, sondern mit [[Parallelbund]] zu befestigen um ein Ausreissen der Ösen zu vermeiden. Bewährt haben sich zur Entlastung der Knöpfe und Ecken auch drei Seile, jeweils von der Spitze unter der Diagonale der drei Blachenquadrate zu den Ecken des Sarasani nach aussen gespannt.
 
 
==Vorteile==
 
* gross
 
* imposant
 
* guter Schattenspender
 
* Feuerstelle / Kochstelle möglich
 
 
 
==Nachteile==
 
* grosse Angriffsfläche für Wind --> bei Stürmen können Blachen reissen
 
* viele Blachen benötigt
 
  
 
==Mögliche Modifikationen==
 
==Mögliche Modifikationen==
 
* es können mehrere Sarasanis zusammengehängt werden
 
* es können mehrere Sarasanis zusammengehängt werden
 
* an den Ecken können Blachen entfernt werden, falls sie zu tief hängen, dies macht den Sarasani heller.
 
* an den Ecken können Blachen entfernt werden, falls sie zu tief hängen, dies macht den Sarasani heller.
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* eine der Blachen im Spitz kann als Rauchöffnung offen bleiben und von unten mit einem Seil geöffnet und geschlossen werden.
  
 
==Tipps==
 
==Tipps==
* wenn man die Ecken der Balchen miteinander verschraubt wird der ganze Sarasani stabiler. Die Schwachstelle der Blachen sind bekannterweise die Knöpfe. Dies kann man so sehr gut umgehen und Sarasanis mit 147 Blachen und mehr werden machbar.
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* wenn man die Ecken der Blachen miteinander verschraubt wird der ganze Sarasani stabiler. Die Schwachstelle der Blachen sind bekannterweise die Knöpfe. Dies kann man so sehr gut umgehen und Sarasanis mit 147 Blachen und mehr werden machbar.
 
* Es empfiehlt sich auch eine Dreieckskonstruktion für den Spitz. Es erleichtert das Hochziehen und das anhängen der Blachen am Stamm.
 
* Es empfiehlt sich auch eine Dreieckskonstruktion für den Spitz. Es erleichtert das Hochziehen und das anhängen der Blachen am Stamm.
  
 
==Rekord==
 
==Rekord==
Im Oktober 2006 stelle die Pfadi Neuenburg/Wartensee einen Sarasani aus 696 [[Blachen]] und einem 24 Meter hohen Mast auf.
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Im Oktober 2006 stellte die [http://www.pfadinewa.ch/ Pfadi Neuenburg/Wartensee] einen Sarasani aus 696 [[Blachen]] und einem 25 Meter hohen Mast auf.
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Zitat aus der "Guinness Buch der Rekorde" Urkunde "Aus Anlass ihres 60-jährigen Jubiläums errichteten die Pfadi St. Michael aus dem schweizerischen Altstätten unter Koordination von Alber Koller nach Pfadfinderart aus 810 Blachen einen Doppelsarasani-Zeltbau mit den Aussenmassen von 51 x 24 m. Um die einzelnen 1.65 x 1.65 m grossen Blachen zu verbinden, mussten die Pfadis 25000 Knöpfe in Knopflöcher drücken. Nach Fertigstellung wurde das Zelt für die Jubiläumsfeiern genutzt."
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Bild:sarasani.jpg|Sarasani von der Seite
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Bild:sarasani_top.jpeg|Ein Sarasani mit 75 [[Blache]]n von oben
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Bild:Doppel-Sarasani.JPG|Ein Doppel-Sarasani mit ca.380 [[Blache]]n
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Bild:Befestigungsdreieck.JPG|Die [[Blache]]n werden um das 2" Rohr gelegt und in den Ecken Verschraubt.
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{{Pioniertechnik}}
 
{{Pioniertechnik}}
 
[[category:Lagerbauten]]
 
[[category:Lagerbauten]]
 
[[category:Blachenzelte]]
 
[[category:Blachenzelte]]
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[[fr:Sarrasine]]

Aktuelle Version vom 30. Juli 2011, 18:39 Uhr

Blachenzelt
Sarasani

Sarasani top.jpeg
Ein Sarasani mit 75 Blachen von oben
Benötigtes Material
  • Je nach grösse 12, 27, 48 oder 75 Blachen
  • Entweder ein Mast mit der richtigen Länge oder ein Seil, das sich auf der nötigen Höhe spannen lässt.
  • Seil mit Seilrolle um die Blachen hochzuziehen
  • Bindestricke und Pflöcke zum verankern
  • ev. Stangen um die Eingänge zu erhöhen
Kapazität

Je nach Grösse

Vorteile
  • gross
  • imposant
  • guter Schattenspender
  • Feuerstelle / Kochstelle möglich
  • Versammlungszelt für den ganzen Stamm
Nachteile
  • grosse Angriffsfläche für Wind --> bei Stürmen können Blachen reissen
  • viele Blachen benötigt
Besonderes

Falls ein Sarasani dem Wind ausgesetzt sein sollte (z.b. auf einer offenen Wiese) sollte es eine Möglichkeit geben. die Blachen möglichst einfach zu lösen, da sie bei starken Wind ansonsten reissen können oder im schlimmsten Fall der Mast bricht.


Ein Sarasani ist ein grosses Zelt aus Blachen. Es eignet sich besonders als Aufenthalts- oder Esszelt

Aufbau

Knüpfanleitung für ein Sarasani

Aus drei Blachenquadraten wird eine Pyramide geknöpft, die an einem Mast oder einem Seil aufgehängt wird. Die Ecken werden nach aussen gespannt und verankert. Dann wird der Rest falls nötig mit unterstützt und abgespannt.

Die Blachen müssen richtig geknöpft werden, also wie Dachziegel übereinander von der Hauptregenrichtung weg.

Ein grosser Sarasani ist sehr schwer (trocken bei 75 Blachen bereits 100 kg, bei Regen und Wind deutlich mehr). An Ecken empfiehlt es sich, die Seile nicht an den Ösen, sondern mit Parallelbund zu befestigen um ein Ausreissen der Ösen zu vermeiden. Bewährt haben sich zur Entlastung der Knöpfe und Ecken auch drei Seile, jeweils von der Spitze unter der Diagonale der drei Blachenquadrate zu den Ecken des Sarasani nach aussen gespannt.

Mögliche Modifikationen

  • es können mehrere Sarasanis zusammengehängt werden
  • an den Ecken können Blachen entfernt werden, falls sie zu tief hängen, dies macht den Sarasani heller.
  • eine der Blachen im Spitz kann als Rauchöffnung offen bleiben und von unten mit einem Seil geöffnet und geschlossen werden.

Tipps

  • wenn man die Ecken der Blachen miteinander verschraubt wird der ganze Sarasani stabiler. Die Schwachstelle der Blachen sind bekannterweise die Knöpfe. Dies kann man so sehr gut umgehen und Sarasanis mit 147 Blachen und mehr werden machbar.
  • Es empfiehlt sich auch eine Dreieckskonstruktion für den Spitz. Es erleichtert das Hochziehen und das anhängen der Blachen am Stamm.

Rekord

Im Oktober 2006 stellte die Pfadi Neuenburg/Wartensee einen Sarasani aus 696 Blachen und einem 25 Meter hohen Mast auf.

Zitat aus der "Guinness Buch der Rekorde" Urkunde "Aus Anlass ihres 60-jährigen Jubiläums errichteten die Pfadi St. Michael aus dem schweizerischen Altstätten unter Koordination von Alber Koller nach Pfadfinderart aus 810 Blachen einen Doppelsarasani-Zeltbau mit den Aussenmassen von 51 x 24 m. Um die einzelnen 1.65 x 1.65 m grossen Blachen zu verbinden, mussten die Pfadis 25000 Knöpfe in Knopflöcher drücken. Nach Fertigstellung wurde das Zelt für die Jubiläumsfeiern genutzt."

Bilder

Category pioneer.png

Pioniertechnik-Inhalte
(siehe auch: Kategorie Pioniertechnik)

Sonstiges: Blachenbund