Gewitter

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Ein Gewitter ist eine mit Blitzen und Donner verbundene komplexe meteorologische Erscheinung.

Gewitter werden in der Regel von kräftigen wolkenbruchartigen Regen- oder Hagelschauern begleitet. Vor einer Gewitterfront wehen böige Winde mit bis zu Sturmstärke. Sommergewitter sind häufiger als Wintergewitter, bei denen auch kräftige Schneeschauer auftreten können.

Durch aufsteigende feuchtwarme Luftmassen baut sich eine grosse Gewitterwolke (Cumulonimbus) auf. Solche Luftströmungen bilden sich, wenn der Erdboden in einem begrenzten Gebiet eine höhere Temperatur als die weitere Umgebung erreicht (z. B. infolge der Sonneneinstrahlung oder unterschiedlicher Wärmeabgabe des Untergrundes, wie bei Wasserflächen, Feldern und Waldgebieten).

Die turbulente Luftströmung trennt kondensierende Wassertröpfchen in unterschiedliche elektrische Potenziale auf. Diese Potenziale zeichnen sich durch Spannungsgefälle aus, die sich durch Entladungen, optisch Blitze, plötzlich ausgleichen. Die Entladungen werden akustisch durch Donner begleitet, da sich die Luft beim Stromdurchfluss schlagartig extrem erhitzt und wieder abkühlt und sich deshalb schnell ausdehnt und danach wieder "zusammenschlägt".

Verhalten bei Gewittern

Um nicht vom Blitz verletzt zu werden, gilt es, folgendes zu beachten:

  • Schutz in Gebäuden oder Fahrzeugen suchen. Fahrzeuge mit geschlossener Metallkarosserie und viele Gebäude mit einem hochwertigen Blitzschutzsystem wirken wie ein Faradayscher Käfig und bieten so maximale Sicherheit. Da Badewannen, Duschwannen und Wasserleitungen in der Regel geerdet sein müssen und deshalb bei einem Einschlag oft Blitzstrom führen, sollte bei Gewitter nicht gebadet oder geduscht werden.
  • Wenn kein Schutz in Gebäuden oder Fahrzeugen gefunden werden kann:
Um nicht direkt vom Blitz getroffen zu werden:
  • Auf offenem Gelände Hügel und Höhenzüge meiden.
  • Aufenthalt in Gewässern und Schwimmbecken vermeiden.
  • Füsse zusammenstellen, in die Hocke gehen, Arme am Körper halten und den Kopf einziehen.
Um nicht von Sekundäreffekten betroffen zu sein:
  • Die unmittelbare Nähe von Bäumen, Masten und Türmen meiden. Blitze schlagen besonders häufig in hohe Objekte ein, gerade wenn sie frei stehen. Wenn die Grundfläche des Objekts klein ist, ist die Potenzialdifferenz des Bodens in seiner unmittelbaren Nähe besonders gross und die mögliche Schrittspannung deshalb besonders hoch. Wenn die Leitfähigkeit des Objekts eingeschränkt ist, wie zum Beispiel bei Bäumen, besteht die Gefahr umhergeschleuderter abgesprengter Teile und des Austritts des Blitzes in Bodennähe.
  • Höhleneingänge und enge Mulden meiden. Besser auf ebenes Terrain stellen oder tiefer in die Höhle gehen. Der Blitz verteilt sich nach einem Einschlag zunächst nahe der Bodenoberfläche, der er an Höhleneingängen und engen Mulden unter Umständen nicht folgen kann. Dann springt ein Sekundärblitz über, von dem Schutzsuchende getroffen werden können.
  • Nicht hinlegen, sondern den Kontaktbereich zum Boden minimieren. Mit zusammengestellten Füssen in der Hocke verharren und sich nicht mit den Händen abstützen. Gummisohlen und isolierende Materialien als Standfläche sind vorteilhaft. Gegen einen direkten Blitzschlag können sie sich aber auch dann nicht schützen, wenn sie mehrere Zentimeter dick sind.

Die Sicherheit hängt vom vorausschauenden Verhalten ab: Nachdem das Gewitter bemerkt wurde, sollte abhängig von seiner Entfernung und Geschwindigkeit der sicherste erreichbare Zufluchtsort angestrebt werden. Anhand der Zeitdifferenz zwischen Blitz (Lichtgeschwindigkeit) und Donner (Schallgeschwindigkeit, ca. 340 Meter/Sekunde) lässt sich die Entfernung des Blitzes berechnen. Durch Wiederholung der Berechnung lässt sich die Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit des Gewitters abschätzen: Jede Sekunde, die der Abstand zwischen Blitz und Donner kürzer wird, ist es 340 m näher gekommen. Unter 3 Sekunden zwischen Blitz und Donner, also unter ca. 1 km Entfernung, ist jederzeit die Möglichkeit eines Einschlags in der Nähe gegeben. Die Zeitspanne von 3 Sekunden kann annähernd abgeschätzt werden, indem man langsam "einundzwanzig, zweiundzwanzig" zählt.

Lebensgefährlich, da wahrscheinlich falsch überliefert, ist ein altes deutsches Sprichwort:

Vor den Eichen sollst du weichen
Und die Weiden sollst du meiden.
Zu den Fichten flieh mitnichten,
Linden sollst du finden,
Doch die Buchen musst du suchen!

Früher wurden niedrige Gewächse (Büsche) im Deutschen als "Bucken" bezeichnet. Man soll sich also eher ins Gebüsch schlagen, als sich neben einen Baum zu stellen.