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Wettervorhersage

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Das Ziel der Wettervorhersage ist eine Prognose des Wetters für einen bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit. Wettervorhersagen werden vor allem von den Wetterdiensten geleistet. In der Pfadi sind jedoch oft lokale, kurzfristige Wetterprognosen nötig (z.b. wird es auf dem Lagerplatz in der nächsten Stunde ein Gewitter geben). Da die Wetterdienste keine lokalen Prognosen machen, muss man diese selbst herstellen können.

Technische Hilfsmittel

Für eine Wetterprognose gibt es technische Hilfsmitteln die auch von den Wetterdiensten genutzt werden. Diese können meist über das Internet benutzt werden

  • Das Doppler-Radar: Mithilfe eines Radars kann man den Himmel scannen und so Regen, Hagel und Schneewolken finden. Das Radar zeigt auf der Karte ziemlich genau an wo es im Moment regnet. Wenn man die Windrichtung kennt kann man so gut die Entwicklung für die nächsten Stunden abschätzen. Ein Radarbild für die Schweiz wird von SF Meteo bereitgestellt.
  • Das Satellitenbild: Auf dem Satellitenbild kann man die Wolken erkennen. Dies sagt aber nichts darüber aus, wo es regnet, aber wo keine Wolken sind ist die Regenwahrscheinlichkeit klein. Ein Satellitenbild für die Schweiz ist auf SF Meteo zu finden. Satellitenbilder sind jedoch nur am Tag erhältlich (in der Nacht sind sie zu dunkel).
  • Webcams: Webcams sind Videokameras, die an verschiedenen Orten aufgestellt sind. Durch sie kann man gut das Wetter an anderen Orten beobachten. Dies ist nützlich wenn man unterwegs ist, oder wenn man die Windrichtung kennt, und so abschätzen kann, von wo das Wetter kommen wird. Webcams sind nur am Tag nützlich, und sind ebenfalls auf SF Meteo zu finden.

Zeichen der Tiere

Tiere erkennen Wetterveränderungen meist vor den Menschen, und ändern ihr Verhalten. Deshalb kann man durch Beobachtung der Tierwelt Voraussagen über das Wetter machen

  • Spinnen weben kein Netz, wenn sie Regen erwarten. Deshalb sind webende Spinnen, oder Spinnen, die in der Netzmitte auf Beute warten, Anzeichen dafür, dass es trocken bleibt. Spinnen die nichts tun, oder am Netzrand warten, sind Anzeichen für schlechtes Wetter,
  • Die Mücken fliegen tief, wenn sie schlechtes Wetter erwarten. Dies hat zur folge das sich Tiere (und Menschen) vermehrt gegen Mücken wehren, aber auch dass die Schwalben (die Mücken essen) nahe am Boden fliegen, und Fische aus den Wasser springen, um die Mücken zu erwischen. Wenn die Mücken gutes Wetter erwarten, fliegen sie hoch, und mit ihnen die Schwalben.
  • Frösche quaken am Mittag, wenn sie schlechtes Wetter erwarten. Bei guten Prognosen quaken sie am Abend.
  • Grillen zirpen am Abend mehr, wenn sie gutes Wetter erwarten
  • Maikäfer fliegen am Abend eher umher, wenn sie gutes Wetter erwarten
  • Bei schlechten Prognosen kommen die Regenwürmer

Andere Zeichen

  • Bei einer stabilen Schönwetterlage weht ein leichter Steigwind, d.h Wind Richtung Himmel. Dies sieht man am Rauch eines Feuers (der Schnell steigt). Falls sich schlechtes Wetter ankündigt, kann der Rauchregelrecht nach unten gedrückt werden. Auch weht bei gutem Wetter der Wind am Tag aus dem Tal in Richtung Berge (Hangwind), in der Nacht umgekehrt (Talwind).
  • In Mitteleuropa kann man generell sagen, das Wind aus dem Süden und dem Westen eher für schlechtes Wetter stehen, Wind aus dem Osten für eher trockenes Wetter. Wind aus dem Norden ist generell auch trocken, aber kalt.
  • Ein anderer wichtiger Punkt sind die Wolken. Aus ihnen kann man ebenfalls Wetterprognosen ableiten.
  • Bei guten Wetter sieht man Abendrot, bei schlechtem Morgenrot
  • Eine starke Abkühlung während der Nacht, inklusive Tau, ist ebenfalls ein Zeichen für gutes Wetter
  • Bei gutem Wetter ist die Fernsicht getrübt, bei schlechtem Wetter (wenn es nicht bewölkt ist) sieht man auch entfernte Objekte klar und scharf. Die Sterne leuchten intensiver und klarer.

Wetterstation im Lager

Um im Lager gute Wetterprognosen zu haben, kann man sich auch kleine Wetterstation betreiben. Die Geräte dafür kann man kaufen, oder versuchen sie selbst zu basteln. Selbst gebastelte Geräte machen viel Spass, sind jedoch eher ungenau. Anleitungen dazu gibt es im Internet zu hauf. Messen kan man vor allem

  • Mit einem Barometer kann man den Luftdruck messen. Hoher, respektive steigender Druck bedeutet schönes Wetter, tiefer oder sinkender schlechtes. Vor einem Gewitter sinkt der Luftdruck meist schnell und stark.
  • Mit einem Thermometer kann man die aktuelle Temperatur messen.
  • Mit einem Hygrometer kann man die Luftfeuchtigkeit messen.

Andere Möglichkeiten sind ein Niederschlagsmesser oder ein Windrad. Wenn man eine Wetterstation betreiben will, sollte man auch über die Werte genau Buch führen.

Gewitter

Besondere Aufmerksamkeit sollte auch Sommergewitter gelegt werden. Diese kommen schnell und können innert kürzester Zeit massiven Niederschlag geben. Die wichtigsten Anzeichen für das Aufziehen eines Gewitters sind

  • schwüles Wetter, lästige Mücken
  • wenig Wind, plötzlich aufkommende Böen
  • Wetterleuchten, Donnergrollen
  • Barometer auf mittleren Werten, plötzlich fallend
  • Grosse Haufenwolken

Den Abstand des Gewitters in Kilometer kann man errechnen in dem man die Zeit zwischen Blitz und Donner durch 3 teilt.

siehe auch


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(siehe auch: Kategorie Naturkunde)