Pfadihut

Der Pfadihut war, zusammen mit Pfadigurt, Hemd, Krawatte, Krawattenring, kurzen Hosen, langen Socken, Wanderschuhen und Pfadidolch, ein Bestandteil der "klassischen" Pfadiuniform.
Der Pfadihut kann noch bei den Materialstellen erworben werden. Der Pfadihut der aktuell (2025) verkauft wird, unterscheidet sich vom "klassischen" Hut der CH-Pfadi vor allem durch das Fehlen der Hutlilie welche vorne mittig getragen wurde. Das Tragen des Pfadihutes ist in der Schweiz heute nicht mehr verbreitet. Ein Cap schützt ebenfalls vor Sonne und jeder beliebige Filz- oder Wachstuchhut mit umlaufender Hutkrempe hält den Kopf im Regen über Stunden trocken.
Geschichte des Pfadihutes in der Pfadi
Historisch war der Hut, auch wenn vorhanden, immer auch ein Symbol der in der Abteilung vorherrschenden Pfadikultur. Eher traditionelle und am Militär orientierte Pfadis legten grossen Wert auf einen flachen Hutrand, das Tragen auf dem Kopf und die Verwendung des "richtigen" Hutes, während "progressivere" Pfadis den Hut gerne aufgerollt im Gepäck mit sich führten und nur verwendeten wenn es (Regen, Sonne) durch die Natur geboten war. Der heute bizarr anmutende Textabschnitt "Wellblechhüte sind ein Gräuel" aus alten Thilos ist auf diesen Kulturkampf zurückzuführen.
Ursprung des Pfadihutes
Beim Pfadihut handelt es sich um einen Stetson, einem Hut, der gerade modisch war, als Bi-Pi sich an die Goldküste einschiffte, um den Ashanti-Aufstand zu bekämpfen. Aus einer Laune heraus kaufte er sich einen solchen breitrempigen Hut, in der richtigen Annahme, dass er ihm in den Tropen gute Dienste leisten werde. Er trug ihn dienstwidrig, da kein Bestandteil der (militärischen) Uniform. Da sich der Hut bewährte, führte Bi-Pi ihn dann beim Aufbau der südafrikanischen Polizei als Uniformteil (der Polizei) ein, später bei der Pfadi. Der Name Katankya, den die Ashanti Bi-Pi gaben geht ebenfalls auf den Stetson zurück, bedeutet er doch schlicht der Mann mit dem grossen Hut. (gemäss Angaben von Bi-Pi sebst in seinem Buch Pfadfinder, 8. Lagerfeuer)