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Druckverband

Aus Pfadiwiki
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Schema eines Druckverbandes: Grau dargestellt ist der Körperteil (Arm, Bein). Auf die rot dargestellte Wunde wird zunächst eine Wundauflage aufgelegt (grün dargestellt), dann wird das (blau dargestellte) Druckpolster genau darauf gelegt und mit der Mullbinde fest verbunden.

Der Druckverband ist eine Erste Hilfe-Massnahme, die durchgeführt wird, wenn ein Patient eine starke blutende Wunde hat. Das Stillen stark blutender Verletzungen hat höchste Priorität bei der Versorgung von Verletzten.

Durchführung des Druckverbandes

Bei starken Blutungen sollte die betroffene Extremität höher als das Herz gelagert werden. Durch rasches Aufpressen eines möglichst sauberen, möglichst nicht fuselnden Tuches wird die Blutung verringert oder zum Stehen gebracht. Bei stark blutenden Verletzungen hat die Blutstillung Priorität vor der Keimfreiheit.

Bei starken Blutungen am Arm kann durch Druck mit den Fingerkuppen in die Muskellücke zwischen Bizeps und Trizeps am Oberarm die Arterie abgedrückt und der Blutfluss für die Zeit des Verbindens unterbrochen werden.

Dann wird ein Druckverband über dem aufgepressten Tuch angebracht. Ein einmal angebrachter Verband wird durch den Ersthelfer nicht wieder abgenommen.

Für den Druckverband an Armen oder Beinen legt man einen nicht zu harten, nicht saugfähigen Gegenstand ohne scharfe oder harte Kanten, z. B. ein verpacktes Verbandspäckchen (aber kein Stein oder Münze), auf die bereits abgedeckte Wunde und befestigt ihn mit mässigem Zug. Die Durchblutung des Arms oder Beins darf nicht unterbrochen oder gestört werden. Wenn der erste Druckverband durchblutet, sollte man über ihn einen zweiten anbringen. Nach Möglichkeit soll vermieden werden, die Durchblutung der Extremität zu unterbrechen. In den seltenen Fällen, wo das nötig sein kann, müssen Datum und Uhrzeit auf dem Verband angegeben werden.

An Kopf und Rumpf kann man versuchen, den Druckverband wie an den Gliedmassen um den Körper zu befestigen. Sollte das nicht möglich sein, muss der nötige Druck auf die Wunde durch den Ersthelfer oder den Patienten selbst von Hand ausgeübt werden. Am Hals sollte man keinen Druckverband anlegen, da die Atmung des Patienten und der Blutfluss zum Gehirn erheblich gestört werden könnte.

Weitere Versorgung

Nach Anbringen des Druckverbandes werden weitere Massnahmen zur Versorgung des Patienten begonnen, wichtig sind dabei

  • die Kontrolle der Vitalfunktionen (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf) in regelmässigen Abständen,
  • die Überwachung auf Schock,
  • die Erhaltung der Körperwärme (z.B. mit Hilfe einer Rettungsdecke oder Kleidungsstücken.

Falls nicht bereits durch einen zweiten Helfer geschehen, soll spätestens nach der Herstellung des Druckverbandes der Notruf abgesetzt oder veranlasst werden.

siehe auch

Weblinks

Category firstaid.png

Samariter-Inhalte
(siehe auch: Kategorie Samariter)

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Lagerungen: Stabile Seitenlage | Schocklagerung | Oberkörper-Hoch-Lagerung

Verbände: Fingerdruck | Daumenverband | Druckverband | Kompressionsverband

Verletzung: Augenverletzung | Äussere Blutung | Bewusstlosigkeit | Blutvergiftung | Erfrierung | Gehirnerschütterung | Herzinfarkt | Hitzeschlag | Innere Blutung | Knochenbruch | Platzwunde | Prellung | Schlaganfall | Schnittwunde | Schock | Schürfung | Sonnenstich | Starrkrampf | Stichverletzung | Verbrennung | Vergiftung | Verrenkung | Verstauchung

Weiteres: Apotheke | Notfallblatt


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